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Der Club tanzt Verein Nicht nur das Klappern gehört zum Marketing-Handwerk, sondern auch das "Netzwerken"

Der Dezemberball des Marketing-Clubs Potsdam findet am heutigen Sonnabend auf dem Malzboden des Krongutes statt. Über das Ball-Motto "Renaissance der historischen Mitte" erzählt Club-Präsident und Rechtsanwalt Götz Th. Friederich im Gespräch mit Ildiko Röd.

MAZ: Wie wird die Kleiderordnung beim Ball aussehen: Allongeperücke für die Herren und Biedermeier-Krinoline für die Damen?

Götz Th. Friederich: (lacht) Wer Lust dazu hat - gerne. Aber historisches Outfit ist natürlich keine Bedingung. Denn allein schon durch das Programm wird man in vergangene Zeiten versetzt. Zum Auftakt gibt es einen Sektempfang mit den Langen Kerls, später kann man höfische Tänze erleben. Somit werden Reifrock und Perücke beim Ball sehr präsent sein. Natürlich wollen wir darüber die Moderne nicht vernachlässigen: Tanz mit Live-Musik, DJ, Büfett, Mitternachtssnack.

Wie wurde die Motto-Idee des diesjährigen Dezemberballs geboren?

Friederich: Es ist ja bereits der zweite Ball, den wir unter diesem Thema im Krongut feiern. Erstmalig hatten wir 2005 die Potsdamer Mitte in den Fokus gestellt. In diesem Jahr erfolgte unter anderem die symbolische Grundsteinlegung für die Garnisonkirche; der Neubau eines Landtags wurde beschlossen. Also luden wir all jene Vereine ein, die sich die Wiedergewinnung der Mitte auf ihre Fahnen schreiben. An sie konnten wir nach der Veranstaltung unseren Tombolaerlös von 2000 Euro übergeben.

Der Ball nennt sich ja sehr poetisch "Dezemberball". Passend wäre da die Schirmherrschaft des Schneemanns.

Friederich: Nein, mit dem hat es leider nicht geklappt. Aber wir freuen uns sehr über den Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg und die Fachgemeinschaft Bau Berlin-Brandenburg. Mit dieser Schirmherrschaft wollen wir zeigen, dass die Wiedergewinnung der Mitte nicht nur ein politisches Vorhaben ist, sondern auch ein wirtschaftliches.

Welchen Vereinen wird die Tombola in diesem Jahr zugute kommen?

Friederich: Den Vereinen "Stadtschloss", "Stadtkanal", "Garnisonkirche". Neu in diesem Jahr dabei ist der Förderverein des Potsdam-Museums, das ja in absehbarer Zeit ins Alte Rathaus umziehen wird. Auch die Initiative "Mitteschön" wird sich vorstellen.

Mit welchem Slogan würden Sie denn Ihren Marketing-Club vorstellen?

Friederich: "Marketing ist nicht alles, aber ohne Marketing ist alles nichts."

Finden Sie, dass sich Potsdam gut vermarktet?

Friederich: Große Defizite sehe ich noch beim Kulturstandort Schiffbauergasse. Da wirbt jede Einrichtung alleine vor sich hin. Ein übergreifendes Konzept ist da schon lange überfällig.

Wie wurde der Marketing-Club aus der Taufe gehoben?

Friederich: Das war 1994. Die "Gründungsväter und -mütter" stammten unter anderem aus Nordrhein Westfalen und hatten die Idee importiert. Außerdem gab es Unterstützung von Berliner Freunden. Der deutsche Marketingverband existiert seit 1956 mit mittlerweile 65 Clubs und 13 000 Mitgliedern. In Potsdam haben wir etwa 80 Mitglieder - von Hotels über Krankenversicherungen und Verlage bis hin zu einem Unternehmen, das sich auf die Entfernung von Graffiti spezialisiert hat. Auch das Bergmann-Klinikum ist dabei, genauso wie die FH Potsdam. Unser Grundanliegen ist der Netzwerkgedanke.

Wie wird dieser Gedanke konkret in Potsdam umgesetzt?

Friederich: Einmal pro Monat treffen wir uns. Zum einen gibt es die "Vor-Ort-Termine", wo wir uns direkt in einem Unternehmen über dessen Strategien im Wettbewerb informieren. Unter anderem waren wir schon bei den Potsdamer Stadtwerken oder bei O2 in Teltow. Oder wir treffen uns im Seminaris-Hotel zu Vorträgen verschiedener Referenten.

Dürfen da auch Nicht-Mitglieder teilnehmen?

Friederich: Aber natürlich. Jeder ist herzlich willkommen. Allerdings müssen wir von Nicht-Mitgliedern einen Unkostenbeitrag einheben. Dafür gibt es nach dem Vortrag auch ein geselliges Büfett, bei dem man wunderbar Kontakte knüpfen kann.

 

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